Der Alptraum jedes Schreibenden

Es ist passiert. Durch pure Schusselei. Der Alptraum eines jeden Wortschaffenden. Seiten gelöscht. Weg. Die Arbeit fast einer ganzen Woche für die Katz. Zum Haareraufen. Dabei war ich so stolz, dass ich das Schreibsoll der Woche sogar einen Tag früher erfüllt hatte. Und dann das! Ich bin so entsetzt, dass ich nicht mal heulen kann. Sieben Seiten gelöscht, weil ich am Morgen schnell noch die Dateien auf mein Tablet kopieren wollte. Doch stattdessen habe ich eine ältere Fassung aus der Cloud abgerufen und mit dieser die aktuelle Fassung überschrieben. Sonst vergleiche ich die beiden Fassungen immer um sicherzugehen, dass so etwas nicht passiert, aber gestern in Eile habe ich mir diese Sicherheitsmaßnahme gespart und das war die Strafe dafür. Also habe ich am Abend nach einem anstregenden Tag im Schloss noch vier Stunden am Computer gesessen und versucht, die fehlenden Seiten aus der Erinnerung zu rekonstruieren, solange sie noch halbwegs präsent waren. Zum Glück hat es geklappt: fünf von sechs Seiten habe ich gestern noch geschafft, bevor ich todmüde ins Bett gefallen bin. Die letzte Seite habe ich heute geschrieben. Alles ist wieder gut. Aber was für ein unnötiger Stress. Ich werde wirklich nie, nie wieder meine Datei speichern, ohne dreimal zu überprüfen, ob es wirklich die aktuelle Fassung ist. Und ich habe vorsichtshalber von der jetzigen Version eine Kopie angelegt, um notfalls darauf zurückgreifen zu können. Ich bin jetzt übrigens auf Seite 236. Bis zum Zypernurlaub Anfang März will ich wenigstens bis Seite 250 kommen.

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4 Gedanken zu “Der Alptraum jedes Schreibenden

  1. Ist mir mal mit ganz Wichtigen Daten von über 3 Jahren passiert (Bank). Waren unwiderruflich verloren, da ich ohne diese im DatenSafe zu speichern, einfach geschreddert habe. Na ja.

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    1. Oh je, das ist ja fast noch schlimmer. Mein größtes Desaster war die Vernichtung der Hälfte meiner Urlaubsfotos aus der Provence, indem ich die Fotos aus der einen Kamera mit denen aus der anderen überschrieben habe. Zum Glück hatte meine Freundin auch fotografiert. Der Virus in meinem Spielbuch in den 90ern war der andere große Horror. Jedes Mal, wenn ich Datei geöffnet habe, fehlte mehr vom Text. Am Ende musste ich das halbe Buch neu schreiben. Ein Jammer, dass ich es nie veröffentlicht habe.

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  2. Zwei solche Krisen habe ich als Autorin auch schon gehabt. Zwei Lektionen, aus denen man lernt. Und jede verbessert die Sicherheitsdisziplin, wobei die dann schleichend wieder zu sinken droht. Einmal hat mein PC „aus dem Nichts“ alles verloren, da war nur noch das Bildschirmbild, und einmal hatte ich einen Virenbefall, der den PC verrückt gemacht hat. Meine Sicherheitsphasen sind engmaschiger geworden, aber gegen den Hausbrand sind meine Sachen noch immer nur bedingt gesichert … nur in größeren Abständen speichere ich da meine Romane als E-Mails ab. Bezüglich „virtueller Katastrophen“ sehe ich mich aber relativ gut aufgestellt – doch vielleicht kommt man wieder von oben eine Sicherheitslektion …

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    1. Ich speichere jetzt die Datei auch noch in der Cloud. Also habe ich sie theoretisch dreimal. Aber das macht es dann halt etwas kompliziert mit der aktuellen Version. Aber meist passieren mir solche Fehler wie oben beschrieben auch nur, wenn ich in Eile bin und ‚das nur eben noch schnell machen‘ will.

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