Bangkoks Tempel und quirliger Alltag

_MG_1809Nach einem üppigen Frühstück (zur Auswahl stand eine englisch-amerikanische und eine thailändisch-chinesische Palette) besichtigen wir zunächst den Blumenmarkt. Es ist der pure Wahnsinn, was hier täglich an Blumen geflochten und zu Kunstobjekten vearbeitet wird – für Tempel, als Geschenke oder Glücksbringer fürs Auto. _MG_1824Anschließend ein kurzer Gang über den Obst- und Gemüsemarkt (ich hatte keine Ahnung, wie viele Sorten Zucchini es gibt) und dann zum ersten Tempel des Tages, dem Wat Pho, Bangkoks ältesten und größtem wat, der mit einem 46 m langen liegenden Buddha aufwartet und eine der besten Massageschulen Thailands beherbergt.

_MG_1958Danach stehen der Große Palast und der Wat Phra Kaeo, Thailands heiligster Tempel, auf dem Programm. _MG_1852Eine gewaltige Anlage, in der es unglaublich viel zu entdecken gibt (schaffen wir natürlich nicht alles): wunderschöne Wandmalereien mit Szenen aus dem Ramayana. Hier kann ich in meiner Beigeisterung für den Affengeneral Hanuman schwelgen. _MG_1887Großartige goldene und porzellanverzierte Stupas bzw. Chedi. Ein Modell des Angkor Wat, das Lust macht auf das Original. Und natürlich der Smaragdbuddha, der tatsächlich allerdings aus Jadeit oder Nephrit besteht und nur 66 cm misst. Laos und Thailand streiten sich seit jeher, wer das Original und wer die Kopie besitzt. Gefertig wurde er angeblich ursprünglich in Sri Lanka, aber auch das weiß niemand so genau. Egal, der Wirkung tut das keinen Abbruch, auch wenn der Buddha so weit oben thront, dass man ohne Fernglas nicht viel erkennen kann. 🙂

Jetzt haben wir uns eine Stärkung verdient und gehen in Chinatown Entensuppe und Dim Sum Essen. Nach einem kurzen Bummel durch das chinesische Viertel kehren wir ins Hotel zurück und genehmigen uns einen Sundowner (heute allerdings ohne Sonnenuntergang) auf der Hotelterrasse. Danach ist Freizeit angesagt. Mit Katrin und Ludwig aus Jena fahre ich zum MBK, einem großen Shoppingcenter. Das Interessanteste ist das Erlebnis des Centers selbst. Es gibt die üblichen Shops für Kleidung, Schuhe, Taschen und Schmuck, daneben aber auch eine ganze Etage mit kleinen Handyläden, in denen neue Handy und Tablets verkauft und alte repariert werden – und dabei vielleicht gleich ein Update erhalten. Außerdem unzählige Läden für Handyhüllen. Mein Gott, wer braucht so viele Hüllendesigns? Wir verirren uns im Gewirr der Gänge und sind froh, der Elektronikabteilung endlich entkommen zu sein. Auf unserer Suche nach einem frisch gepressten Fruchtsaft kommen wir in die 6. Etage und werden auch tatsächlich fündig. Doch als wir bezahlen wollen, klärt uns der junge Mann auf, dass Barzahlung nicht möglich ist. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten begreifen wir, dass wir vorne an der Kasse eine Karte aufladen und mit dieser bezahlen müssen. Der nicht verbrauchte Rest wird uns später wieder ausgezahlt. Natürlich haben wir uns beim Aufladen verrechnet, aber fünf vor neun schaffen wir es gerade noch, unser Geld zurückzubekommen, bevor die Karte verfällt. Alles ist gut – und die Rückfahrt zum Hotel auch billiger als die Hinfahrt (die auch nicht wirklich teuer war), weil wir uns nicht wieder übers Ohr hauen lassen. Der Abend war auf alle Fälle lustig, auch wenn ich die japanischen CDs nicht bekommen habe. Muss ich sie halt doch wieder im Internt bei meinem Händler in Hongkong ordern.

Eigentlich hätte ich noch ins Hotel Oriental fahren müssen, in dem viele berühmte Schriftsteller abgestiegen sind. Vielleicht hätte etwas von ihrem Geist und ihrer Schreibkunst auf mich abgefärbt, aber leider bleibt dafür keine Zeit mehr, denn morgen verlassen wir Bangkok schon wieder. Vielleicht beim näcshten Mal …

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