Wieder auf Spur

In den letzten 10 Tagen habe ich 175 Seiten von ‚Kristallherz‘ überarbeitet – und bin mit dem bisher Geschriebenen recht zufrieden. Drei Szenen waren grauslich und bedurften umfassender Überarbeitung, eine streiche ich vielleicht noch ganz, aber der Rest hat mir teilweise richtig gut gefallen. 🙂 Es fügt sich mal wieder alles, wie es soll. Normalerweise werden es bei mir im ersten Überarbeitungsschritt immer diverse Seiten mehr, weil ich einzelne Szenen noch weiter ausarbeite, doch diesmal habe ich vergleichbar viel Text gestrichen wie ich zugefügt habe, so dass sich die Gesamtseitenzahl kaum verändert hat.

Heute habe ich wieder die ersten beiden Seiten neuen Text geschrieben. Im Mai werde ich mein Schreibziel infolge des Zeitverlustes durch die Überarbeitung wohl nicht erreichen, aber da bis zum Ende weniger als 100 Seiten fehlen, werde ich die Rohfassung trotzdem bis zum Schottland-Urlaub beenden können (hoffe ich jedenfalls).

Das Gedicht zum Thema „Im Labyrinth“ für den Bonner Literaturpreis 2015 ist auch fertig und ich werde es in den nächsten Tagen einreichen. Wie gut, dass in diesem Fall auch Lyrik zugelassen ist, da meine Kurzgeschichte jetzt schon mehr als 6 Seiten hat und damit viel zu lang ist. 🙂 Ich habe sie jetzt erst mal auf Eis gelegt und werde mich ihr erst wieder widmen, wenn ‚Kristallherz‘ wenigstens in der Rohfassung fertig ist.

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3 Gedanken zu “Wieder auf Spur

  1. Ich beneide Menschen, die es schaffen so konsequent an einem Werk zu arbeiten, während ich es einfach nicht schaffe. (sei es aus Perfektionismus oder aus welchem Grund auch immer)

    Bist du eher ein Outliner/Planer oder Discovery Writer/entdeckender Schreiber?

    Wie schaffst du es beim Schreiben, „bei der Stange zu bleiben“?

    Gefällt mir

    1. Perfektionismus ist im ersten Stadium äußerst hinderlich, wie ich selbst leidvoll feststellen musste. Du musst den Lektor in Dir konsequent ausschalten und drauflos schreiben. Im Zweifel lieber hundert Seiten lang überhaupt nicht lesen, was Du geschrieben hast, als am Ende einer Szene sofort damit anzufangen, sie auseinanderzunehmen und zu überarbeiten. Solange ich so gearbeitet habe, bin ich nie fertig geworden und ich bin heute noch dankbar, dass ich es geschafft habe, aus diesem Zwang auszubrechen. Der englische Rat „write drunk, edit sober“ könnte wahrer nicht sein. 🙂

      Grundsätzlich bin ich ein Discovery Writer. Nachdem ich den ersten Teil meines Romans damit ordentlich gegen die Wand gefahren hatte und mittendrin einfach nicht mehr weiter wusste, habe ich angefangen, die Ereignisse wenigstens im Groben zu skizzieren. Dennoch musste ich eine Menge überarbeiten und habt erst zu Beginn des zweiten Bandes festgestellt, was ich eigentlich will. Dennoch kann ich nicht alle Einzelheiten planen, denn oft entwickeln sich Szenen erst beim Schreiben. Es bleibt mir also nicht erspart, im Nachhinein Passagen zu verwerfen oder anzupassen, aber das nehme ich in Kauf. Mir ist es wichtiger, für neue Entdeckungen und Wendungen offen zu bleiben und dem Flow der Geschichte zu folgen.

      Wenn ich es irgendwie einrichten kann, schreibe ich konsequent jeden Tag zwei Seiten, am liebsten morgens oder am Vormittag. Das klappt nicht immer, aber da ich nur einen Teilzeitjob habe, immerhin mehrmals in der Woche. Überarbeiten kann ich auch abends, aber komplett neue Szenen zu schreiben, fällt mir abends inzwischen schwer. (Oh Gott, ich werde alt!)

      Ich hoffe, meine Ausführungen sind ein bisschen hilfreich! 🙂 Ich drücke Dir jedenfalls fest die Daumen, dass Du eine Methode findest, die Dich ans Ziel führt!

      Gefällt 1 Person

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